Pfarrei Marklkofen mit Poxau und  Steinberg

Wer glaubt ist nie allein

Hier ein paar Impressionen vom Fortschritt der Maßnahmen zur Innenrenovierung unserer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Steinberg. Einfach auch auf die PDF-Button klicken und somit können Sie die bisherigen Berichte einsehen. Viel Spaß beim stöbern.


Innenrenovierung der Pfarrkirche
umfassende Maßnahmen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt – Investitionskosten von rund 1,05 Millionen Euro

Steinberg. (ez) Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bekommt ein neues „Make-Up“. Bereits seit geraumer Zeit sind die Arbeiten zur Innenrenovierung voll im Gange. Aktuell sind die Kirchenmaler um Jakob Brüggemann im Einsatz, die sich um die fachmännischen Arbeiten kümmern. Wer meint, es kann sofort „losgemalert“ werden, der irrt sich jedoch gewaltig. Allerlei Vorarbeiten sind zu erledigen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. So haben die Kirchenmaler zuerst die losen Farbfassungen abgenommen. Mit einer Spachtel ging es vorsichtig zu Werke und die lockeren Farbschichten wurden entfernt und das im gesamten Gotteshaus. Von verschiedenen Bauphasen sind die Materialien dabei zum Vorschein gekommen, unter anderem Reste einer Blumenranke oder auch ein Sternenhimmel.
Der nächste Arbeitsschritt befasst sich mit den Verputzarbeiten, ehe es an die Feinarbeit, also die eigentliche Malerei geht. Hier wird dann auf ein gebrochenes weiß als Wandfarbe gesetzt. Die Rippen sollen in einem Kalksteinfarbton lasiert werden. Insgesamt rund fünf Monate wird das Team um Jakob Brüggemann im Einsatz sein. Schon vorab wurde das Gotteshaus entsprechend eingerüstet, damit die Arbeiten sicher ausgeführt werden können. Auch der Betonboden ist bereits im Gotteshaus angebracht. So bald es möglich ist, solle auch das Gerüst stückweise wieder abgetragen werden und mit den Bodenverlegearbeiten begonnen werden. Hier wird ein Auerkalk aus der Kelheimer Gegend verlegt.

Wer den Blick zur Decke richtet, erblickt hier im Haupthaus eine Kassettendecke. Teile davon sind abgenommen und aufgebessert worden. Nachdem hier auch die Lampen versetzt und teilweise anders platziert werden, mussten Löcher „geflickt“ werden. Auch im Chorboden hat man die Elektrik neu mitverlegt, was vor allem in Eigenleistung geschah. Damit die Holzelemente in neuem Glanz erstrahlen, werden diese noch fachmännisch gereinigt, teilweise abgebeizt und farblich aufeinander angepasst.
Wer hier ein großen Arbeitsanteil leistet, ist Helmut Springer. Er war während des Jahres 2020 täglich auf der Baustelle und brachte sich als „Mädchen für alles“ vielseitig ein. Kirchenpfleger Hans Gmeinwieser würdigt diesen Einsatz. „Unser Helmut ist unbezahlbar und ein Glücksfall für die Pfarrei“. Schon in den vergangenen acht Jahren engagierte sich Helmut Springer in der Kirchenverwaltung. Die Innenrenovierung „lebt er förmlich“, formuliert es Gmeinwieser. Er sei der Garant dafür, dass man gut im Zeitplan liegt. Vieles wurde über ihn koordiniert. „Die Chancen sind gut, dass er der Mitarbeiter des Jahres 2020 der Pfarrei Steinberg ist“, erzählt er schmunzelnd. Ob Deckenarbeiten, Holzausbesserungen oder Bodenarbeiten – Helmut Springer packte es an. Vor allem auch beim Ausräumen waren es unzählige Stunden, die er aktiv mitwirkte. Insgesamt dürften es durchaus schon an die 1000 ehrenamtlichen Stunden sein. Jetzt hofft man darauf, dass man auch in 2021 wieder auf ihn zählen lassen und er sich gut erholt.

Geplant ist übrigens, dass die gesamte Maßnahme zum Kirchweihfest in diesem Jahr abgeschlossen und gefeiert wird. Ziel der gesamten Maßnahme ist grundsätzlich eine Instandsetzung der Raumschale sowie der gefassten Ausstattung. Man orientiert sich dabei an die Raumfassung zur Zeit des Neubaus des Langhauses 1934.  Die Weihe dieser „neuen Pfarrkirche Steinberg“ vollzog übrigens der damalige Erzbischof von Regensburg Dr. Michael Buchberger am 10. Mai 1936. Die Geschichte der Pfarrkirche selber geht ins das Jahr 1444 zurück, hier wurde der erste Kirchenbau im Saalbuch des Klosters Niedermünster in Regensburg erwähnt. Der Kirchbau wird durch das klare Kirchenschiff als Hallenkirche mit Flachdecke aus Holzkassetten und der Gliederung durch die Rundbogenfenster geprägt. Der Chorraum zeichnet sich besonders durch das gotische Netzgewölbe und dem einspringenden spitzbogigen Chorbogen aus. Die Ausstattung der Kirche wird durch ihre grün-goldene Fassung stark geprägt.